Beobachtungstechnik
Spiegel, Schulterblick und tote Winkel
Kriterium Nummer eins
Verkehrsbeobachtung ist das Kriterium, an dem die meisten Prüfungen scheitern. Der Prüfer sieht genau, ob und wann Sie in die Spiegel schauen und den Kopf drehen. Ein vergessener Schulterblick beim Anfahren oder Fahrstreifenwechsel kann schon reichen – besonders, wenn dadurch jemand gefährdet wird.
Spiegel – Blinker – Schulterblick
- Innenspiegel: Was passiert hinter mir?
- Außenspiegel auf der Seite, zu der Sie wechseln.
- Blinker setzen – rechtzeitig, etwa 3 Sekunden vorher.
- Schulterblick in den toten Winkel – kurz, unter einer Sekunde.
- Frei? Dann zügig und gleichmäßig handeln.
- Blinker aus, Spiegel erneut prüfen.
Der tote Winkel
Seitlich hinter Ihnen zeigen die Spiegel nichts – dort passen ein Radfahrer oder sogar ein Auto hinein. Nur der Schulterblick deckt diesen Bereich ab.
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Schulterblick – hier ist er Pflicht
- Anfahren vom Fahrbahnrand: links
- Fahrstreifenwechsel und Einfädeln auf der Autobahn
- Rechts abbiegen: Radfahrer und E-Scooter rechts neben Ihnen
- Links abbiegen: doppelte Rückschau vor dem Abbiegen
- Vorbeifahren an Hindernissen
- Nach der Gefahrbremsung und vor dem Ausparken
- Vor dem Türöffnen: Holländischer Griff
Innen- und Außenspiegel
Innenspiegel
- Plan: Abstände realistisch
- Zeigt die ganze Heckscheibe
- Erster Blick bei jedem Bremsen
Außenspiegel
- Oft gewölbt: Objekte wirken weiter weg
- Eigenes Auto nur am inneren Rand
- Ersetzt nie den Schulterblick
Kurz schauen, gerade lenken
Beim Schulterblick zieht die Hand leicht mit – das Auto driftet zur Seite. Halten Sie das Lenkrad bewusst ruhig und schauen Sie nur kurz über die Schulter. Denken Sie auch an den toten Winkel von Lkw und Bussen: Wenn Sie die Spiegel des Fahrers nicht sehen, sieht er Sie auch nicht.
Blickführung wie ein Profi
Schauen Sie weit voraus statt direkt vor die Motorhaube, prüfen Sie alle 5–8 Sekunden die Spiegel und vor jedem Bremsen den Innenspiegel. Machen Sie Ihre Beobachtung sichtbar: Eine deutliche Kopfbewegung überzeugt den Prüfer mehr als ein Blick aus dem Augenwinkel.
Fahrstreifenwechsel trainieren
Spiegel, Blinker, Schulterblick – der Simulator prüft die Reihenfolge und versteckt Fahrzeuge im toten Winkel.
Dieses spezielle Szenario ist noch nicht verfügbar. drive_lane_change
Gefahren früh erkennen
Tippen Sie auf Gefahren, sobald Sie sie bemerken – Kinder zwischen Autos, sich öffnende Türen, abbiegende Radfahrer.
Gefahrentrainer↗In welcher Reihenfolge gehen Sie beim Fahrstreifenwechsel nach links vor?
- Blinker – Schulterblick – Spiegel – wechseln
- Spiegel – Blinker – Schulterblick – wechseln
- Schulterblick – wechseln – Blinker
Antwort prüfen
Spiegel – Blinker – Schulterblick – wechseln
Erst die Spiegel, dann den Wechsel ankündigen und mit dem Schulterblick den toten Winkel prüfen. Erst wenn alles frei ist, wechseln Sie den Fahrstreifen.